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Für den Inhalt dieser Seite verantwortlich: Mag. Bettina Bogner

Wann spricht man von einer Sozialphobie?

Behandlung einer Sozialphobie in Wien bei Mag. Steurer von JUVENIS

Menschen, die an einer Sozialphobie leiden, zeigen starke Ängste in zahlreichen zwischenmenschlichen  Situationen wie beispielsweise: Eine fremde Person ansprechen, Autoritätspersonen gegenübertreten, in einem Lokal in der Mitte sitzen, telefonische Kontakte, Essen oder Trinken mit anderen Personen, in öffentlichen Verkehrsmitteln anderen gegenüber sitzen, in der Öffentlichkeit eine Rede halten, Teilnahme an Gruppen (Partys, Feiern, Treffen, Verabredungen), sportliche Betätigung während andere zuschauen und viele mehr.

Betroffene haben große Angst davor im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich peinlich zu verhalten, sich zu blamieren. Sie wissen zwar, dass ihre Ängste übertrieben und unbegründet sind, können diese aber nicht kontrollieren. Soziale Situationen stellen eine große Belastung dar und lösen starke Angstreaktionen aus. Diese zeigen sich auch in körperlichen Symptomen wie beispielsweise Erröten, Übelkeit, Brechreiz, Zittern, Schwitzen, Harn- oder Stuhldrang – begleitet von Gedanken wie „was werden sich wohl die anderen von mir denken?“, „die glauben ich bin dumm und bekomme gar nichts zustande“,… Die Angst negativ aufzufallen nimmt dadurch weiterhin zu und kann sich bis zu einer Panikattacke aufschaukeln. Die gefürchteten Situationen werden von Betroffenen zunehmend gemieden. Folglich ergeben sich berufliche als auch private Einschränkungen und ein sehr hoher Leidensdruck.

Bei manchen Betroffenen treten die sozialen Ängste nur in Leistungssituationen auf (in der Öffentlichkeit reden, ein Referat halten, eine mündliche Prüfung ablegen, sportliche Leistungen erbringen, uvm.). In der Vergangenheit haben diese Personen meist wiederholt negative Erfahrungen gemacht wie beispielsweise Ausgelacht werden beim Stottern während eines Referates. Diese spezifische Sozialphobie (Leistungstyp) beginnt häufig ab dem  17. Lebensjahr.

Treten die Ängste nicht nur in Leistungssituationen auf, sondern in vielen verschiedenen sozialen Situationen (z.B. Kontaktaufnahme mit fremden Personen), so spricht man von einer generalisierten sozialen Phobie (generalisierter Typ). Die Ängste lassen sich auf eine allgemeine Selbstunsicherheit und/oder einen Mangel an sozialen Fertigkeiten zurückführen. Beginn der Symptomatik ist meist schon vor dem 15. Lebensjahr.

Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin für eine Sozialphobie in Wien auszumachen.

Wie entstehen soziale Ängste?

Es ist zu beobachten, dass die Eltern mancher Betroffener oft selbst unter sozialer Ängstlichkeit leiden  bzw. einen Mangel an sozialer Kompetenz aufweisen. In diesen Fällen hatten die Kinder nicht die Möglichkeit am Vorbild der Eltern zu lernen und konnten viele Fertigkeiten nicht entwickeln. Auch zeigen sich in der Vorgeschichte sozialphobischer Menschen häufig negative zwischenmenschliche Erfahrungen wie beispielsweise von Gleichaltrigen verspottet zu werden, oder bei Fehlern in Leistungssituationen ausgelacht zu werden. Viele Betroffene waren bereits im Kindesalter schüchtern, introvertiert, vermeidend oder ängstlich.

Einerseits handelt es sich dabei um angeborenes Temperament, aber auch  um Prägungen durch den elterlichen Erziehungsstil.  Ausgelöst wird die Sozialphobie häufig durch belastende Ereignisse oder Lebensveränderungen allgemein, die vermehrt Ansprüche an die Sozialkompetenz eines Menschen stellen. Zum Beispiel: Schulwechsel, Studienbeginn, neuer Arbeitsplatz mit zahlreichen Teambesprechungen, etc..

Verhaltensweisen mit negativen Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf

Um soziale Situationen besser ertragen oder meistern zu können, greifen manche Betroffene zu Beruhigungstabletten oder Alkohol. Kurzfristig erfahren sie dadurch eine Erleichterung, langfristig bleibt die Sozialphobie aber aufrecht bzw. verschlechtert sich sogar. Zudem besteht die Gefahr einer Suchtentwicklung. Abgesehen vom Substanzmissbrauch, neigen viele Betroffene zu folgenden Sicherheitsverhaltensweisen: Vermeiden von Fragen, schnelles, leises oder nuschelndes Sprechen, Hand über dem Mund, gesenkter Blick, Gesagtes nachher überprüfen,  nichts essen oder trinken, vorher innerlich alles durchdenken, u.v.m.. Betroffene neigen dazu, im Anschluss an eine zwischenmenschliche Interaktion darüber nachzudenken, was sie alles schlecht und falsch gemacht haben. Diese ausgeprägte Selbstkritik stärk die Erwartungsängste und verschlechtert langfristig die Symptomatik.

Angstauslösende Situationen werden zunehmend gemieden, wodurch Betroffene nicht die Erfahrung machen können, dass ihre Ängste unbegründet sind und die Symptomatik bleibt weiterhin bestehen oder verschlechtert sich. Um in sozialen Interaktionen Fehler zu vermeiden, neigen Betroffene auch zur vermehrten Selbstbeobachtung. Diese beeinträchtigt die Spontanität und die Zuwendung zum Interaktionspartner, was subjektiv als Konzentrationsstörung wahrgenommen wird. Auch Ängste erneut zu scheitern (Erwartungsängste) als auch ungünstige Denkmuster („ich bin langweilig“, „ich darf nicht meine Ängste zeigen“, „die anderen sehen meine Aufregung“,…) haben negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf.

Unbehandelt können weitere psychische Erkrankungen auftreten, wie beispielsweise Alkohol- und Medikamentenmissbrauch oder Depressionen.

Wie hilft Psychotherapie (Verhaltenstherapie)?

Jeder Behandlung geht eine genaue Diagnostik voraus. Es wird ein individuelles Erklärungsmodell erstellt, welches Einsicht in die Entwicklung der Störung bietet. Dieses berücksichtigt vorexistierende Risikofaktoren (z.B. elterliches Erziehungsverhalten) ebenso wie Auslöser (z.B. Schulwechsel)  und aufrechterhaltende Faktoren (Sicherheitsverhaltensweisen) der Krankheit. Diese Faktoren finden im Rahmen  der Behandlung besondere Berücksichtigung.

Die Patientin erhält Informationen über den Angstverlauf, die Bedeutung von Erwartungsängsten und Sicherheitsverhaltensweisen etc. Außerdem wird mit der Patientin ein individueller Teufelskreis der Angst erstellt. Die Patientin soll so ein besseres Verständnis für die Krankheit erlangen.

Für viele Patientinnen ist die erste Kontaktaufnahme zum Therapeuten bereits eine große Herausforderung und Konfrontation. Die therapeutische Beziehung bietet erste wichtige Lernerfahrungen in der Behandlung von sozialen Ängsten und stellt einen wichtigen Wirkfaktor in der Therapie dar.

Stehen bei einem Patienten soziale Kompetenzdefizite im Vordergrund, so liegt der Behandlungsschwerpunkt bei der Verbesserung sozialer Fertigkeiten. Im Rahmen der Psychotherapie soll der Patient lernen, Forderungen zu stellen (z.B.: sich beschweren, gegen Unrecht protestieren,…), Bitten anderer abzuschlagen bzw. „Nein“ zu sagen, auf eigene Bedürfnisse zu achten, diese offen auszudrücken und angemessen durchzusetzen, Kritik zu äußern und anzunehmen, Gespräche zu beginnen, aufrechtzuerhalten und wieder zu beenden, Lob auszusprechen, sich Fehler zu erlauben, usw. Die verschiedenen Bereiche werden gemeinsam erarbeitet und z.B. in Form von Rollenspielen geübt. PatientInnen werden aufgefordert diese Fertigkeiten auch im Alltag zu üben und ihre Erfahrungen in der Therapie zu besprechen. Das Training sozialer Kompetenzen kann im Rahmen einer Einzel- oder einer Gruppentherapie durchgeführt werden.

Andere PatientInnen verfügen über gute soziale Kompetenzen, zeigen jedoch (phobische) Angst vor dem Kontakt, Beurteilungen oder der Aufmerksamkeit durch andere Menschen. In diesem Fall ist Konfrontation die Methode der Wahl. D.h. der Patient ist aufgefordert, sich zunehmend den angstbesetzten Situationen zu stellen, um so die Erfahrung zu machen, dass die gefürchtete Konsequenz nicht eintritt („ich werde nicht ausgelacht“, „die anderen tun mir nichts“,…). Zu Beginn der Therapie wählt man eine Situation, die relativ wenig Angst auslöst. Die Situationen werden mit dem Patienten ausführlich vor- und nachbesprochen. Beispiele: Sich in einem Geschäft beraten lassen ohne etwas zu  kaufen; gekaufte Ware reklamieren, oder eine Kleinigkeit kaufen und als Geschenk verpacken lassen uvm.

Durch die Schulung der sozialen Wahrnehmung lernen Betroffene die Reaktionen anderer Personen besser einzuschätzen.

In der Behandlung aller sozialen Ängste spielt die kognitive Therapie eine wichtige Rolle. Ungünstige gedankliche Muster werden identifiziert, hinterfragt und verändert. Zum Beispiel: „ich muss Kritik vermeiden“, „ich will bei allen beliebt sein“, „es ist schrecklich abgelehnt zu werden“, usw.

Wichtig ist zudem die Bearbeitung individueller Hintergrundprobleme, wie beispielsweise eine ausgeprägte Selbstwertproblematik. Auch der Aufbau von Aktivitäten (Freizeitgestaltung, Sozialkontakte, usw.) stellt im Rahmen der Therapie einen wichtigen Aspekt dar.

Kosten für eine Behandlung von Sozialphobie bei JUVENIS

In der Verhaltenstherapie ist eine Frequenz von 1 Einheit pro Woche üblich.

Bei Vorliegen einer psychischen Erkrankung ist ein Kostenzuschuss (Teilrefundierung) durch die Krankenkasse möglich. Dieser Zuschuss bewegt sich in Abhängigkeit von der Krankenkasse zwischen 28 und 50 Euro je Therapieeinheit.

BEHANDLUNGPREIS
1 Therapieeinheit (50 Minuten): € 130,-

Weitere Leistungen von JUVENIS

Neben einer Therapie von Sozialphobie in Wien bietet JUVENIS weitere Leistungen rund um Gesundheit & Vorsorge, Ausstrahlung & Haltung sowie Äußere Schönheit an, die Sie äußerlich strahlen lassen und Ihr Wohlbefinden steigern.

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Mag. Bettina Bogner - Psychotherapeutin in Wien bei JUVENIS

Mag. Bettina Bogner

Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) Klinische und Gesundh...
Mag. Jürgen Steurer

Mag. Jürgen Steurer

Psychotherapeut ausschließlich für bestehende Patienten

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