Depressionen in Wien behandeln

Psychotherapie bei Depression

Depressionen gehören zu den am häufigsten auftretenden psychischen Problemen. Fast jeder fünfte Mensch leidet zumindest einmal in seinem Leben längere Zeit an einer Depression. Depressionen verändern physiologische Abläufe der Betroffenen, als auch deren Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen. Wenn Depressionen früh erkannt werden, sind sie psychotherapeutisch und medikamentös gut behandelbar. Die meisten Menschen kennen Traurigkeit, Verzweiflung, eine schlechte Stimmung als Folge eines Ärgernisses oder Verlusterlebnisses. Im Falle einer Depression sind die Symptome jedoch deutlich stärker ausgeprägt und bleiben ohne Behandlung weiterhin bestehen.

JUVENIS Besprechungszimmer Psychotherapie bei Depression

Behandlungen & Therapien

Im JUVENIS Ärztezentrum stehen Ihnen kompetente Psychotherapeutinnen und Psychologinnen bei der Behandlung von Depressionen zur Seite. Unser Therapieangebot umfasst dieses Feld:

Depressionen & depressive Störungen

Was ist eine Depression?

Eine Depression (depressive Episode) liegt vor, wenn mehrere der folgenden Merkmale über mehr als zwei Wochen durchgehend vorhanden sind: gedrückte Stimmung, Niedergeschlagenheit, Gefühl von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Interessenverlust, Freudlosigkeit, innere Leere, verminderter Antrieb, Aktivitätsverlust, Reizbarkeit, innere Unruhe, verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle, Gefühle der Wertlosigkeit, negative, pessimistische Zukunftsperspektiven, Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzungen oder Suizidhandlungen, Müdigkeit, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen, verminderter Appetit (Gewichtsverlust), Mangel/Verlust von sexuellem Interesse, sozialer Rückzug.

Unbehandelt verstärken sich die Symptome gegenseitig. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen. Dazu können noch verschiedene körperliche Beschwerden auftreten wie beispielsweise Schmerzen (Kopf, Rücken, Arme, Beine etc.), Herzbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Druckgefühl in der Brust, Übelkeit usw. Art, Häufigkeit und Schwere der einzelnen Symptome können von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein.

Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.

Depressive Episode oder depressive Störung?

Treten die Symptome zum ersten Mal auf, so spricht man von einer depressiven Episode. Gab es hingegen bereits in der Vergangenheit schon eine depressive Symptomatik, so wird eine wiederkehrende (rezidivierende) depressive Störung diagnostiziert. Sind die Symptome nur schwach ausgeprägt und dauern jahrelang an, spricht man von einer Dysthymia.

Als mögliche Auslöser für eine Depression finden sich familiäre Belastungen, Todesfälle, Scheidungen, Trennungen usw. Ob belastende Lebensereignisse eine Depression auslösen, hängt jedoch auch von der biologischen Konstitution (v.a. Hirnstoffwechsel) und der Persönlichkeit der Betroffenen ab.

Depressionen können in Verbindung mit zahlreichen anderen psychischen Erkrankungen auftreten wie Angststörungen, Süchte, Persönlichkeitsstörungen, Zwänge oder Essstörungen. Dabei kann eine psychische Erkrankung Folge der Depression sein (z.B. Selbstbehandlungsversuch durch Alkohol) oder die Depression ist Folge einer anderen Erkrankung (z.B.: unbehandelte Angststörung oder Persönlichkeitsstörung).

Behandlungsmethoden der Verhaltenstherapie

Behandlungsmethoden in der Verhaltenstherapie (VT) von Mag. Hilde Winkler und Mag. Dorothea Bertram

Jeder Behandlung geht eine ausführliche Anamnese und Diagnostik (Differentialdiagnostik) voraus. Medizinische Untersuchungen sind sinnvoll, um mögliche organische Ursachen (z.B.: Schilddrüsenunterfunktion oder andere hormonelle Störungen) auszuschließen. Im Rahmen der Psychotherapie wird ein individuelles Erklärungsmodell erstellt, welches Einsicht in die Entwicklung der Störung bietet. Dieses berücksichtigt vorexistierende Risikofaktoren (z.B.: belastendes familiäres Umfeld, erlernte Hilflosigkeit oder frühe Verlusterlebnisse) ebenso wie Auslöser (z.B.: Todesfälle, Jobverlust oder Trennungen) und aufrechterhaltende Faktoren (z.B.: anhaltende zwischenmenschliche Konflikte, ungünstiges Bewältigungsverhalten oder Persönlichkeitsstörungen) der Krankheit, welche im Rahmen der Behandlung besondere Beachtung finden.

  • Therapeutische Beziehung: Die Beziehung zwischen KlientIn und PsychotherapeutIn stellt einen bedeutenden Wirkfaktor in der Behandlung dar. In diesem Rahmen können Probleme der gesamten Lebensspanne, d.h. Belastungen aus der Kindheit, Schwierigkeiten im aktuellen Leben und Befürchtungen/Ängste die Zukunft betreffend, bearbeitet werden. Der Therapeut unterstützt bei der Bewältigung und versucht eine Balance zwischen Veränderung und Stabilisierung zu halten. Je besser die therapeutische Beziehung ist, je mehr Vertrauen die Klientin in den Therapeuten im Laufe der Zeit gewinnt, umso erfolgreicher wird eine Therapie auch verlaufen.

Hilde Winkler bei JUVENIS
Dorothea Bertram bei JUVENIS
  • Psychoedukation: Der Patientin werden Informationen über die Depression vermittelt, über deren Entstehung, mögliche Verläufe und Aufrechterhaltung der Symptome, sowie über Behandlungsmöglichkeiten. Es wird ein individuelles Störungsmodell erstellt und so die Einsicht der Patientin in die Problematik gefördert. Die Patientin soll Expertin ihrer Erkrankung werden. Störungswissen der Patientinnen hat nachweislich positiven Einfluss auf den Heilungsprozess.

  • Kognitive Therapie: Bei den meisten depressiven PatientInnen treten Veränderungen der Wahrnehmung und des Denkens auf. Die eigene Person („ich bin wertlos“, „ich schaffe nichts“, „ich bin ein Versager“), die Umwelt („mein Job strengt mich nur noch an“, „meine Freunde melden sich auch nicht mehr bei mir“) und die Zukunft („nichts wird besser werden“, „es ist hoffnungslos“) werden negativ bewertet. Positives wird kaum noch wahrgenommen, Negatives wird überinterpretiert. Diese negativen Gedanken, Katastrophengedanken, negativen Bewertungen werden identifiziert und mittels kognitiver (Kognition = Gedanke) Techniken hinterfragt, auf deren Realitätsgehalt überprüft und „umstrukturiert“ (d.h. durch realitätsbezogene Gedanken ersetzt).

  • Bearbeitung der Hintergrundprobleme: Besondere Beachtung müssen jene Umstände finden, welche die Depression ausgelöst haben und aufrechthalten, z.B. Jobverlust, Streit, Todesfall, Scheidung oder Trennung.

  • Entspannungsmethoden: Das Erlernen einer Entspannungsmethode kann sich auch für depressive Patienten als hilfreich erweisen, insbesondere wenn Ängste oder körperliche Spannungszustände im Vordergrund stehen.

  • Aktivitätsaufbau: Sozialer Rückzug und Aktivitätsabnahme oder Vernachlässigung von Hobbys lässt sich bei den meisten Betroffenen beobachten. Gemeinsam mit der Patientin wird besprochen, welche Aktivitäten ihr früher Freude bereitet haben, welche sozialen Kontakte es gibt. Diese Aktivitäten gilt es wieder in den Alltag einzuplanen. Der Therapeut motiviert die Patientin zur Umsetzung. Positive Aktivitäten haben nachweislich positive Auswirkungen auf Gedanken und Stimmung. Ergänzend wird anhand sogenannter euthymer Verfahren die Genussfähigkeit der PatientInnen gefördert.

  • Weitere Methoden: Je nach individueller Problemstellung (z.B. Persönlichkeitsproblematik, starke Angstzustände) können im konkreten Fall weitere psychotherapeutische Methoden zur Anwendung kommen.

  • Medikamentöse Therapie: Schwere Depressionen müssen auf jeden Fall auch medikamentös behandelt werden. Am erfolgreichsten ist eine Kombinationstherapie bestehend aus Psychotherapie und Pharmakotherapie. Die medikamentöse Therapie wird von einer Fachärztin für Psychiatrie durchgeführt.

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Behandlungsmethoden der Verhaltenstherapie

Behandlungsmethoden in der Verhaltenstherapie (VT) von Mag. Hilde Winkler und Mag. Dorothea Bertram

Jeder Behandlung geht eine ausführliche Anamnese und Diagnostik (Differentialdiagnostik) voraus. Medizinische Untersuchungen sind sinnvoll, um mögliche organische Ursachen (z.B.: Schilddrüsenunterfunktion oder andere hormonelle Störungen) auszuschließen. Im Rahmen der Psychotherapie wird ein individuelles Erklärungsmodell erstellt, welches Einsicht in die Entwicklung der Störung bietet. Dieses berücksichtigt vorexistierende Risikofaktoren (z.B.: belastendes familiäres Umfeld, erlernte Hilflosigkeit oder frühe Verlusterlebnisse) ebenso wie Auslöser (z.B.: Todesfälle, Jobverlust oder Trennungen) und aufrechterhaltende Faktoren (z.B.: anhaltende zwischenmenschliche Konflikte, ungünstiges Bewältigungsverhalten oder Persönlichkeitsstörungen) der Krankheit, welche im Rahmen der Behandlung besondere Beachtung finden.

Hilde Winkler bei JUVENIS
Dorothea Bertram bei JUVENIS
  • Therapeutische Beziehung: Die Beziehung zwischen KlientIn und PsychotherapeutIn stellt einen bedeutenden Wirkfaktor in der Behandlung dar. In diesem Rahmen können Probleme der gesamten Lebensspanne, d.h. Belastungen aus der Kindheit, Schwierigkeiten im aktuellen Leben und Befürchtungen/Ängste die Zukunft betreffend, bearbeitet werden. Der Therapeut unterstützt bei der Bewältigung und versucht eine Balance zwischen Veränderung und Stabilisierung zu halten. Je besser die therapeutische Beziehung ist, je mehr Vertrauen die Klientin in den Therapeuten im Laufe der Zeit gewinnt, umso erfolgreicher wird eine Therapie auch verlaufen.

  • Psychoedukation: Der Patientin werden Informationen über die Depression vermittelt, über deren Entstehung, mögliche Verläufe und Aufrechterhaltung der Symptome, sowie über Behandlungsmöglichkeiten. Es wird ein individuelles Störungsmodell erstellt und so die Einsicht der Patientin in die Problematik gefördert. Die Patientin soll Expertin ihrer Erkrankung werden. Störungswissen der Patientinnen hat nachweislich positiven Einfluss auf den Heilungsprozess.

  • Kognitive Therapie: Bei den meisten depressiven PatientInnen treten Veränderungen der Wahrnehmung und des Denkens auf. Die eigene Person („ich bin wertlos“, „ich schaffe nichts“, „ich bin ein Versager“), die Umwelt („mein Job strengt mich nur noch an“, „meine Freunde melden sich auch nicht mehr bei mir“) und die Zukunft („nichts wird besser werden“, „es ist hoffnungslos“) werden negativ bewertet. Positives wird kaum noch wahrgenommen, Negatives wird überinterpretiert. Diese negativen Gedanken, Katastrophengedanken, negativen Bewertungen werden identifiziert und mittels kognitiver (Kognition = Gedanke) Techniken hinterfragt, auf deren Realitätsgehalt überprüft und „umstrukturiert“ (d.h. durch realitätsbezogene Gedanken ersetzt).

  • Bearbeitung der Hintergrundprobleme: Besondere Beachtung müssen jene Umstände finden, welche die Depression ausgelöst haben und aufrechthalten, z.B. Jobverlust, Streit, Todesfall, Scheidung oder Trennung.

  • Entspannungsmethoden: Das Erlernen einer Entspannungsmethode kann sich auch für depressive Patienten als hilfreich erweisen, insbesondere wenn Ängste oder körperliche Spannungszustände im Vordergrund stehen.

  • Aktivitätsaufbau: Sozialer Rückzug und Aktivitätsabnahme oder Vernachlässigung von Hobbys lässt sich bei den meisten Betroffenen beobachten. Gemeinsam mit der Patientin wird besprochen, welche Aktivitäten ihr früher Freude bereitet haben, welche sozialen Kontakte es gibt. Diese Aktivitäten gilt es wieder in den Alltag einzuplanen. Der Therapeut motiviert die Patientin zur Umsetzung. Positive Aktivitäten haben nachweislich positive Auswirkungen auf Gedanken und Stimmung. Ergänzend wird anhand sogenannter euthymer Verfahren die Genussfähigkeit der PatientInnen gefördert.

  • Weitere Methoden: Je nach individueller Problemstellung (z.B. Persönlichkeitsproblematik, starke Angstzustände) können im konkreten Fall weitere psychotherapeutische Methoden zur Anwendung kommen.

  • Medikamentöse Therapie: Schwere Depressionen müssen auf jeden Fall auch medikamentös behandelt werden. Am erfolgreichsten ist eine Kombinationstherapie bestehend aus Psychotherapie und Pharmakotherapie. Die medikamentöse Therapie wird von einer Fachärztin für Psychiatrie durchgeführt.

Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.

Kosten

Behandlung Preis
1 Therapieeinheit bei Depression (50 Minuten) bei Mag. Hilde Winkler oder Mag. Dorothea Bertram für neue Patienten € 130
1 Therapieeinheit bei Depression (50 Minuten) bei Mag. Hilde Winkler oder Mag. Dorothea Bertram für bestehende Patienten € 120

Üblich ist eine Frequenz von 1 Therapieeinheit pro Woche. Eine Teilrefundierung der Kosten über Ihre Krankenkassa ist bei Vorliegen einer krankheitswertigen psychischen Störung möglich.

Einige private Zusatzversicherungen übernehmen häufig einen Teil der Kosten – dies wäre jedoch vom Patienten bei seiner Zusatzversicherung zu erfragen. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, die klinisch-psychologische Behandlung als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abzusetzen.

Integrativer Therapieansatz bei Depressionen

Integrativer Therapieansatz bei Mag. Sonja Knefel

Die Integrative Psychotherapie bei Depressionen verfolgt einen ganzheitlichen Behandlungsansatz, bei dem Methoden aus verschiedenen Therapieschulen wie Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Gestalttherapie kombiniert werden, um eine passgenaue Therapie für den Patienten zu ermöglichen.

Kernaspekte der Integrativen Behandlung

  • Biopsychosoziales Modell: Die Erkrankung wird nicht ausschließlich als psychisches Problem verstanden, sondern ganzheitlich unter Berücksichtigung biologischer, psychischer und sozialer Dimensionen betrachtet.

  • Methodenvielfalt: Therapeuten bedienen sich eines breiten Methodenspektrums, das unter anderem kognitive Strategien zur Modifikation dysfunktionaler Denkmuster beinhaltet.

  • Psychodynamische Ansätze zur Bearbeitung biografischer Erfahrungen

  • Fokus auf den „Leib“: Ein zentrales Konzept ist das Verständnis des Körpers als Ort des Selbsterlebens. Depression wird in diesem Zusammenhang häufig als „leibliche Erstarrung“ beschrieben.

Mag. Sonja Knefel bei JUVENIS

Wirksamkeit und Stand 2025

Die Forschung weist darauf hin, dass die Integration verschiedener therapeutischer Methoden eine höhere Wirksamkeit erzielt als monotherapeutische Ansätze. Entsprechend werden integrative Verfahren, beispielsweise die interpersonelle Psychotherapie, als evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen anerkannt.

Vorteile gegenüber klassischen Verfahren:

  • Maßgeschneiderte Therapie: Anstelle eines „One-size-fits-all“-Ansatzes erfolgt eine individuelle Anpassung der Behandlung an die jeweiligen Lebensphase der Patientin bzw. des Patienten.

  • Ressourcenaktivierung: Der Fokus liegt auf den Stärken des Patienten statt nur auf den Defiziten

  • Ganzheitlichkeit: Integration von Ernährung, Bewegung und sozialem Netz

Das biopsychosoziale Modell

Das biopsychosoziale Modell versteht Depression nicht als ausschließlich biologisch oder psychisch bedingte Erkrankung, sondern als Ergebnis eines komplexen Zusammenwirkens biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Diese Ebenen beeinflussen sich wechselseitig und können sowohl selbstverstärkende Problemdynamiken („Teufelskreise“) erzeugen, als auch durch protektive Faktoren unterbrochen werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines ganzheitlichen multidimensionalen Behandlungsansatzes.

Die drei Ebenen im Überblick:

  • Biologische Faktoren: Hierzu zählen genetische Dispositionen, neurobiologische Veränderungen (z.B. Dysbalancen im Neurotransmitterhaushalt), hormonelle Schwankungen, chronische somatische Erkrankungen sowie der Konsum psychoaktiver Substanzen.

  • Psychologische Faktoren: Dazu gehören dysfunktionale Denkmuster, Perfektionismus, eine geringe Selbstwirksamkeitserwartung, traumatische Erfahrungen, bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit eingeschränkter Stressbewältigung sowie emotionale und kognitive Prozesse.

  • Soziale Faktoren: Belastende Lebensbedingungen wie Armut oder Arbeitslosigkeit, fehlende soziale Unterstützung, familiäre Konflikte, kulturelle Rahmenbedingungen, soziale Isolation sowie traumatische soziale Ereignisse (z.B. Krieg oder Naturkatastrophen) spielen hierbei eine zentrale Rolle.

Interaktion und Teufelskreisbildung

Ein sozialer Stressor kann eine bestehende biologische Vulnerabilität aktivieren, was wiederum negative kognitive Bewertungen begünstigt. Diese negativen Gedanken verstärken die individuelle Stressreaktion und fördern sozialen Rückzug. Die daraus resultierende soziale Isolation erschwert adaptive Bewältigungsstrategien, verstärkt Gefühle von Hoffnungslosigkeit und führt zu einer weiteren Aktivierung biologischer Stressmechanismen.

Bedeutung für die Behandlung

Aus dem biopsychosozialen Modell ergibt sich die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Therapieansatzes, der biologische, psychologische und soziale Ebenen gleichermaßen berücksichtigt. Entsprechend umfasst eine wirksame Behandlung in der Regel eine Kombination aus medikamentösen Interventionen, psychotherapeutischen Verfahren sowie sozialen Unterstützungsmaßnahmen. Ziel ist es, bestehende dysfunktionale Wechselwirkungen und Teufelskreise zu durchbrechen und gleichzeitig protektive Faktoren auf allen Ebenen zu stärken.

Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.

Integrativer Therapieansatz bei Depressionen

Integrativer Therapieansatz bei Mag. Sonja Knefel

Die Integrative Psychotherapie bei Depressionen verfolgt einen ganzheitlichen Behandlungsansatz, bei dem Methoden aus verschiedenen Therapieschulen wie Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Gestalttherapie kombiniert werden, um eine passgenaue Therapie für den Patienten zu ermöglichen.

Mag. Sonja Knefel bei JUVENIS

Kernaspekte der Integrativen Behandlung

  • Biopsychosoziales Modell: Die Erkrankung wird nicht ausschließlich als psychisches Problem verstanden, sondern ganzheitlich unter Berücksichtigung biologischer, psychischer und sozialer Dimensionen betrachtet.

  • Methodenvielfalt: Therapeuten bedienen sich eines breiten Methodenspektrums, das unter anderem kognitive Strategien zur Modifikation dysfunktionaler Denkmuster beinhaltet.

  • Psychodynamische Ansätze zur Bearbeitung biografischer Erfahrungen

  • Fokus auf den „Leib“: Ein zentrales Konzept ist das Verständnis des Körpers als Ort des Selbsterlebens. Depression wird in diesem Zusammenhang häufig als „leibliche Erstarrung“ beschrieben.

Wirksamkeit und Stand 2025

Die Forschung weist darauf hin, dass die Integration verschiedener therapeutischer Methoden eine höhere Wirksamkeit erzielt als monotherapeutische Ansätze. Entsprechend werden integrative Verfahren, beispielsweise die interpersonelle Psychotherapie, als evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen anerkannt.

Vorteile gegenüber klassischen Verfahren:

  • Maßgeschneiderte Therapie: Anstelle eines „One-size-fits-all“-Ansatzes erfolgt eine individuelle Anpassung der Behandlung an die jeweiligen Lebensphase der Patientin bzw. des Patienten.

  • Ressourcenaktivierung: Der Fokus liegt auf den Stärken des Patienten statt nur auf den Defiziten

  • Ganzheitlichkeit: Integration von Ernährung, Bewegung und sozialem Netz

Das biopsychosoziale Modell

Das biopsychosoziale Modell versteht Depression nicht als ausschließlich biologisch oder psychisch bedingte Erkrankung, sondern als Ergebnis eines komplexen Zusammenwirkens biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Diese Ebenen beeinflussen sich wechselseitig und können sowohl selbstverstärkende Problemdynamiken („Teufelskreise“) erzeugen, als auch durch protektive Faktoren unterbrochen werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines ganzheitlichen multidimensionalen Behandlungsansatzes.

Die drei Ebenen im Überblick:

  • Biologische Faktoren: Hierzu zählen genetische Dispositionen, neurobiologische Veränderungen (z.B. Dysbalancen im Neurotransmitterhaushalt), hormonelle Schwankungen, chronische somatische Erkrankungen sowie der Konsum psychoaktiver Substanzen.

  • Psychologische Faktoren: Dazu gehören dysfunktionale Denkmuster, Perfektionismus, eine geringe Selbstwirksamkeitserwartung, traumatische Erfahrungen, bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit eingeschränkter Stressbewältigung sowie emotionale und kognitive Prozesse.

  • Soziale Faktoren: Belastende Lebensbedingungen wie Armut oder Arbeitslosigkeit, fehlende soziale Unterstützung, familiäre Konflikte, kulturelle Rahmenbedingungen, soziale Isolation sowie traumatische soziale Ereignisse (z.B. Krieg oder Naturkatastrophen) spielen hierbei eine zentrale Rolle.

Interaktion und Teufelskreisbildung

Ein sozialer Stressor kann eine bestehende biologische Vulnerabilität aktivieren, was wiederum negative kognitive Bewertungen begünstigt. Diese negativen Gedanken verstärken die individuelle Stressreaktion und fördern sozialen Rückzug. Die daraus resultierende soziale Isolation erschwert adaptive Bewältigungsstrategien, verstärkt Gefühle von Hoffnungslosigkeit und führt zu einer weiteren Aktivierung biologischer Stressmechanismen.

Bedeutung für die Behandlung

Aus dem biopsychosozialen Modell ergibt sich die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Therapieansatzes, der biologische, psychologische und soziale Ebenen gleichermaßen berücksichtigt. Entsprechend umfasst eine wirksame Behandlung in der Regel eine Kombination aus medikamentösen Interventionen, psychotherapeutischen Verfahren sowie sozialen Unterstützungsmaßnahmen. Ziel ist es, bestehende dysfunktionale Wechselwirkungen und Teufelskreise zu durchbrechen und gleichzeitig protektive Faktoren auf allen Ebenen zu stärken.

Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.

Kosten

Behandlung Preis
1 Therapieeinheit bei Depression (50 Minuten) bei Mag. Sonja Knefel € 180

Üblich ist eine Frequenz von 1 Therapieeinheit pro Woche. Die Kostenrückerstattung der „klinisch-psychologischen Behandlung“ erfolgt nicht über die Krankenkasse. Einige private Zusatzversicherungen übernehmen häufig einen Teil der Kosten – dies wäre jedoch vom Patienten bei seiner Zusatzversicherung zu erfragen. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, die klinisch-psychologische Behandlung als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abzusetzen. 

Team

Mag. Hilde Winkler

Mag. Hilde Winkler

Psychotherapeutin, (Verhaltenstherapie), Klinische- und Gesundheitspsychologin, Arbeitspsychologin

Mag. Dorothea Bertram

Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)

Mag. Sonja Knefel

Klinische- und Gesundheitspsychologin

Kontakt

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Für den Inhalt dieser Seite verantwortlich: Mag. Hilde Winkler, Mag. Dorothea Bertram & Mag. Sonja Knefel