Verhaltenstherapie bei Dysmorphophobie
Psychotherapie bei Körperdysmorpher Störung
Wer würde sich schon als makellos attraktiv bezeichnen? Wer könnte von sich behaupten, gänzlich ohne Schönheitsfehler zu sein? Die meisten Frauen und Männer haben mehr oder weniger an ihrem äußeren Erscheinungsbild auszusetzen und sind stets bemüht, dieses zu optimieren. Das Streben nach einer perfekten Hülle ist insofern nachvollziehbar, als in unserer Gesellschaft körperliche Attraktivität mit zahlreichen positiven Eigenschaften in Verbindung gebracht wird. So wird hübschen Menschen beispielsweise eine höhere Intelligenz, soziale Kompetenz usw. zugeschrieben, wodurch sich beruflich und privat mehr Möglichkeiten für diese auftun. Wenn die Auseinandersetzung mit der eigenen Erscheinung aber das ganze Denken beansprucht, spricht man von Körperdysmorpher Störung.

Behandlungen & Therapien
Im JUVENIS Ärztezentrum stehen Ihnen kompetente Psychotherapeutinnen und Psychologinnen bei der Therapie einer körperdismorphen Störung zur Seite. Unser Therapieangebot umfasst dieses Feld:
Psychotherapie bei körperdysmorpher Störung
PT bei Körperdysmorpher Störung – Mag. Hilde Winkler und Mag. Dorothea Bertram
Nimmt diese oben beschriebene Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen jedoch überhand und besteht die subjektive Überzeugung – trotz normalen Aussehens – besonders hässlich oder verunstaltet zu sein, so liegt vermutlich eine Körperdysmorphe Störung (oder Dysmorphophobie) vor. Betroffene erleben Teile ihres Körpers als deformiert und sind davon überzeugt, dass auch andere Menschen ihren Makel wahrnehmen. Bei Vorliegen einer geringen Anomalie ist die Besorgnis stark übertrieben. Die Fehlwahrnehmungen beziehen sich häufig auf das Gesicht, wie beispielsweise die Nase, die Lippen, die Augen, die Ohren, die Kopfform oder die Gesichtsfarbe, die Reinheit der Haut, aber auch auf andere Körperteile und -eigenschaften, wie etwa die Körpergröße, die Hände oder den Bauch.
Die Störung beginnt zumeist schon in der Jugend. Männer sind fast genauso häufig betroffen wie Frauen. Charakteristisch sind eine ständige Beschäftigung mit der wahrgenommenen Verunstaltung sowie ein starker Leidensdruck, bis hin zu Suizidgedanken und Suizidversuchen. Um das (mitunter zwanghafte) Gedankenkreisen, aber auch die damit einhergehende Anspannung, Unsicherheit und Hilflosigkeit zu reduzieren, zeigen PatientInnen zahlreiche Sicherheitsverhaltensweisen: Sie verbringen täglich mehrere Stunden vor Spiegeln, verwenden Make-up, tragen nur bestimmte Kleidung oder nehmen vermehrt medizinische Behandlungen in Anspruch, sie fotografieren oder filmen sich pausenlos in verschiedensten Lichtverhältnissen, um so ihre wahrgenommene Missbildung zu prüfen – langfristig bleiben all diese Bemühungen ohne Erfolg.


Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.
Selbstwertproblematik erkennen und behandeln
Aus Angst, jemand könnte ihren Makel sehen, vermeiden Betroffene diverse gesellschaftliche Ereignisse und ziehen sich Zuhause zurück. Wird die vermeintliche „körperliche Missbildung“ von einer anderen Person scheinbar entdeckt, so wird die Patientin oder der Patient von starken Schamgefühlen geplagt und versucht die Situation fluchtartig zu verlassen. Der Kern der Erkrankung ist meist eine stark ausgeprägte Selbstwertproblematik. Betroffenen ist es im Laufe ihrer Entwicklung nicht gelungen, andere Quellen ihres Selbstwertes als das Aussehen zu erschließen. Die gedankliche Beschäftigung mit dem Makel, das ständige Kontroll- und Vermeidungsverhalten bestimmen zunehmend das Leben, es bleibt kaum noch Zeit für andere (berufliche oder private) Aktivitäten und Erfahrungen. Insofern hat die Erkrankung bei jungen PatientInnen auch negative Auswirkungen auf deren Persönlichkeitsentwicklung.
Durch die Vernachlässigung diverser anderer Lebensbereiche erfahren Betroffene von Körperdysmorphe Störung zunehmend Frustration und Enttäuschung, welche sich wiederum negativ auf ihren Selbstwert auswirken. Diesen versuchen sie erneut durch Verbesserung ihres Aussehens zu stabilisieren und damit schließt sich der Teufelskreis. Unbehandelt besteht die Gefahr eines chronischen Verlaufes sowie ein höheres Risiko an einer weiteren psychischen Störung (z.B. Depression, Angststörung oder Alkoholabusus) zu erkranken.
Behandlungsablauf
Jeder Behandlung geht eine ausführliche Anamnese und Diagnostik (Differentialdiagnostik) voraus. Im Rahmen der Psychotherapie wird ein individuelles Erklärungsmodell erstellt, welches Einsicht in die Entwicklung der Störung bietet. Dieses berücksichtigt vorexistierende Risikofaktoren (z.B. konfliktreiches familiäres Umfeld, Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen, Ausgrenzung und Hänseleien seitens Gleichaltriger, unzureichende Bewältigungsstrategien, ein geringer Selbstwert etc.) ebenso wie Auslöser (diverse traumatische Erfahrungen) und aufrechterhaltende Bedingungen (Sicherheitsverhaltensweisen wie z.B. zwanghaftes Betrachten im Spiegel, Rückversicherungen einholen, Kopfbedeckungen, um den Makel zu verbergen, Make-up, ständiges Bräunen der Haut oder auch Vermeidung der Öffentlichkeit etc.) der Krankheit. Dabei finden biologische (z.B. Übergewicht), soziale (z.B. wiederholt Mobbing durch Gleichaltrige) und psychische (z.B. erhöhte Ängstlichkeit, fehlende Bewältigungsstrategien) Einflussfaktoren sowie deren Wechselwirkungen gleichermaßen Beachtung. Wichtig für die Therapie ist es, die Funktionalität der Störung zu eruieren. So könnte sich hinter der Dysmorphophobie einer Patientin oder eines Patienten beispielsweise der Wunsch nach Zuneigung und Anerkennung verbergen oder der Versuch durch die Optimierung des Aussehens das Verlassenwerden zu verhindern.
Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.
Psychotherapie bei Körperdysmorpher Störung (Dysmorphophobie)
Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.
Bitte kontaktieren Sie JUVENIS per Telefon unter +43 1 236 3020, per E-Mail an empfang@juvenismed.at oder über das Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen.
Kosten
| Behandlung | Preis |
|---|---|
| 1 Therapieeinheit bei Körperdysmorpher Störung (50 Minuten) bei Mag. Hilde Winkler oder Mag. Dorothea Bertram für neue Patienten | € 130 |
| 1 Therapieeinheit bei Körperdysmorpher Störung (50 Minuten) bei Mag. Hilde Winkler oder Mag. Dorothea Bertram für bestehende Patienten | € 120 |
Üblich ist eine Frequenz von 1 Therapieeinheit pro Woche. Eine Teilrefundierung der Kosten über Ihre Krankenkassa ist bei Vorliegen einer krankheitswertigen psychischen Störung möglich.
FAQs
Die körperdysmorphe Störung ist eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene sich stark mit vermeintlichen körperlichen Makeln beschäftigen, die für andere oft kaum oder gar nicht sichtbar sind. Diese Gedanken können den Alltag erheblich belasten.
Typische Anzeichen sind:
übermäßige Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen
ständige Kontrolle im Spiegel oder Vermeidung von Spiegeln
starke Unzufriedenheit mit bestimmten Körperbereichen
soziale Unsicherheit oder Rückzug
wiederholtes Vergleichen mit anderen
Häufig stehen Gesicht, Haut, Haare oder Figur im Fokus, jedoch kann sich die Wahrnehmung auf nahezu jeden Körperbereich beziehen.
Die Ursachen sind meist ein Zusammenspiel aus:
psychischen Faktoren
negativen Erfahrungen oder Selbstbildproblemen
gesellschaftlichen Schönheitsidealen
genetischer Veranlagung
Die Behandlung erfolgt individuell und kann umfassen:
Verhaltenstherapie zur Veränderung belastender Gedankenmuster
psychotherapeutische Gespräche
Strategien zur Verbesserung des Selbstbildes
Ziel ist es, den Fokus auf das Aussehen zu reduzieren und das Selbstwertgefühl zu stärken.
Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese und Diagnostik. Anschließend wird ein individueller Therapieplan erstellt. Die Behandlung erfolgt in regelmäßigen Sitzungen.
Ja, mit der richtigen Therapie ist die Erkrankung gut behandelbar. Viele Betroffene erleben eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Die Dauer hängt vom individuellen Verlauf ab. In der Regel erfolgt die Therapie über mehrere Wochen bis Monate.
In den meisten Fällen stehen psychische Faktoren im Vordergrund. Daher ist eine psychotherapeutische Behandlung entscheidend, während rein ästhetische Maßnahmen das Problem meist nicht lösen.
Hilfreiche Maßnahmen können sein:
bewusster Umgang mit sozialen Medien
Reduktion von Vergleichsverhalten
Aufbau eines positiven Selbstbildes
Unterstützung durch professionelle Begleitung
Ja. Alle Gespräche und Behandlungen unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und werden streng vertraulich behandelt.
Die Kosten hängen vom Umfang der Therapie und der Anzahl der Sitzungen ab.
Bei Mag. Hilde Winkler und Mag. Dorothea Bertram kostet eine Therapieeinheit (50 Minuten) für neue Patienten ab € 130, für bestehende ab € 120.
Die genauen Preise erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch.
Je nach Therapieform kann eine (teilweise) Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich sein.
Bei JUVENIS werden Sie von erfahrenen Fachärztinnen, Fachärzten und Therapeutinnen und Therapeuten betreut. Durch individuell abgestimmte Therapieansätze, moderne Verhaltenstherapie und einfühlsame Begleitung wird eine nachhaltige Verbesserung Ihres Selbstbildes und Ihrer Lebensqualität angestrebt.
Wir haben hier die häufigsten Fragen zum Thema Körperdysmorphe Störung beantwortet. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne über empfang@juvenismed.at oder unter +43 1 236 3020.
Team
Mag.Hilde Winkler
Mag.Dorothea Bertram
Kontakt
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