Haare in der Bürste, auf dem Kopfkissen oder zunehmend lichte Stellen am Kopf: Haarausfall kann Männer und Frauen gleichermaßen betreffen und unterschiedliche Ursachen haben. Während ein gewisser täglicher Haarverlust völlig normal ist, sollte stärkerer oder länger anhaltender Haarausfall medizinisch abgeklärt werden. Denn je früher die Ursache erkannt wird, desto gezielter kann eine geeignete Behandlung erfolgen. Die moderne Medizin bietet heute verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln und vorhandene Haarwurzeln zu unterstützen.
Bei JUVENIS in Wien steht deshalb zunächst eine individuelle Abklärung im Mittelpunkt, bevor eine passende Therapie gegen Haarausfall ausgewählt wird.
Wie viel Haarausfall ist noch normal?
Haare durchlaufen einen natürlichen Wachstumszyklus. Deshalb fallen täglich Haare aus und werden im Normalfall durch neue ersetzt.
Problematisch kann es werden, wenn:
deutlich mehr Haare als gewohnt ausfallen
der Haarausfall über mehrere Wochen oder Monate anhält
der Scheitel zunehmend breiter wird
Geheimratsecken stärker sichtbar werden
einzelne kahle Stellen entstehen
das Haar insgesamt deutlich dünner wird
In diesen Fällen empfiehlt sich eine medizinische Abklärung.
Welche Ursachen kann Haarausfall haben?
Haarausfall ist keine eigenständige Diagnose. Hinter dem Haarverlust können sehr unterschiedliche Ursachen stecken. Für eine erfolgreiche Behandlung ist deshalb zunächst entscheidend, die Form des Haarausfalls möglichst genau zu bestimmen.
Erblich bedingter Haarausfall
Die androgenetische Alopezie ist eine der häufigsten Formen des Haarausfalls. Bei Männern beginnt sie häufig mit Geheimratsecken oder einer Ausdünnung am Oberkopf. Bei Frauen zeigt sich oftmals eine zunehmende Ausdünnung entlang des Scheitels. Die Haarwurzeln reagieren dabei genetisch bedingt empfindlich auf bestimmte hormonelle Einflüsse. Im Laufe der Zeit werden die Haare feiner und die Wachstumsphasen kürzer.
Diffuser Haarausfall
Beim diffusen Haarausfall werden die Haare nicht nur an einzelnen Stellen, sondern über den gesamten Kopf hinweg dünner.
Mögliche Auslöser können beispielsweise sein:
- körperlicher oder psychischer Stress
- hormonelle Veränderungen
- Schwangerschaft und Geburt
- Infektionen oder Erkrankungen
- bestimmte Medikamente
- Nährstoffmangel
- Schilddrüsenerkrankungen
- starke Gewichtsveränderungen
Oft tritt diffuser Haarverlust erst einige Zeit nach dem eigentlichen Auslöser auf.
Kreisrunder Haarausfall
Bei der Alopecia areata entstehen typischerweise klar begrenzte kahle Stellen.
Dabei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift.
Diese Form des Haarausfalls sollte dermatologisch abgeklärt und gezielt behandelt werden.
Welche Rolle spielen Hormone?
Hormone können einen erheblichen Einfluss auf den Haarzyklus haben. Haarausfall kann beispielsweise im Zusammenhang auftreten mit:
- Schwangerschaft
- Zeit nach der Geburt
- Wechseljahren
- hormonellen Veränderungen
- Schilddrüsenerkrankungen
Gerade bei plötzlich auftretendem oder ungewöhnlich starkem Haarverlust kann deshalb eine weiterführende medizinische Abklärung sinnvoll sein.
Können Eisen- oder Vitaminmangel Haarausfall verursachen?
Auch eine unzureichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen kann sich auf das Haarwachstum auswirken. Je nach individueller Situation können beispielsweise Eisen, Zink oder andere Nährstoffe eine Rolle spielen. Nahrungsergänzungsmittel sollten jedoch nicht vorsorglich in hoher Dosierung eingenommen werden. Sinnvoller ist es, einen tatsächlichen Mangel zunächst medizinisch festzustellen und anschließend gezielt zu behandeln.
Kann man Haarausfall stoppen?
Ob Haarausfall vollständig gestoppt werden kann, hängt von seiner Ursache ab. Bei manchen Formen kann sich das Haarwachstum nach Beseitigung des Auslösers wieder normalisieren. Bei erblich bedingtem Haarausfall steht dagegen häufig das Ziel im Vordergrund, das Fortschreiten möglichst zu verlangsamen und vorhandene Haarfollikel zu erhalten. Wichtig ist vor allem der Zeitpunkt: Sind Haarwurzeln bereits dauerhaft verloren gegangen, können nicht-invasive Therapien sie nicht einfach neu entstehen lassen. Eine frühzeitige Behandlung kann deshalb entscheidend sein.
Welche modernen Therapien gibt es gegen Haarausfall?
Die geeignete Behandlung richtet sich immer nach Ursache, Geschlecht, Alter und Ausprägung des Haarverlusts.
PRP gegen Haarausfall
Eine moderne Behandlungsmöglichkeit ist die PRP-Therapie (Platelet Rich Plasma), auch als Plasmabehandlung oder Eigenbluttherapie bezeichnet. Dabei wird zunächst eine kleine Menge Blut entnommen und speziell aufbereitet. Das daraus gewonnene plättchenreiche Plasma wird anschließend gezielt in die Kopfhaut eingebracht. Das Plasma enthält körpereigene Wachstumsfaktoren, welche die Regenerationsprozesse rund um die Haarfollikel unterstützen können.
Ziel der PRP-Behandlung ist es:
- vorhandene Haarwurzeln zu stimulieren
- die Wachstumsphase der Haare zu unterstützen
- die Versorgung der Haarfollikel zu fördern
- dünner werdendes Haar zu kräftigen
PRP eignet sich insbesondere dann, wenn noch aktive Haarfollikel vorhanden sind.
Wie läuft eine PRP-Haarbehandlung ab?
Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:
- Entnahme einer kleinen Menge Eigenblut
- Aufbereitung des Blutes
- Gewinnung des plättchenreichen Plasmas
- gezielte Injektion in die betroffenen Bereiche der Kopfhaut
Da körpereigenes Material verwendet wird, kommt die Behandlung ohne synthetische Füllstoffe aus. Für ein optimales Ergebnis sind häufig mehrere Sitzungen erforderlich.
Wann sieht man Ergebnisse einer PRP-Behandlung?
Haarwachstum benötigt Zeit. Deshalb sind Ergebnisse nicht unmittelbar nach der Behandlung sichtbar. Veränderungen entwickeln sich schrittweise über mehrere Monate. Je nach Ausgangssituation können zunächst ein geringerer Haarverlust oder kräftiger wirkende Haare auffallen. Wie gut eine PRP-Behandlung wirkt, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von der Ursache und dem Stadium des Haarausfalls ab.
Weitere Informationen zu einer PRP Behandlung bei Haarausfall finden Sie auf unserer Website hier: Plasmabehandlung – PRP gegen Haarausfall (Alopezie)
Medikamentöse Behandlung von Haarausfall
Je nach Form des Haarverlusts können auch Medikamente eingesetzt werden. Zu den bekannten Wirkstoffen gehört beispielsweise Minoxidil, das äußerlich angewendet werden kann und bei bestimmten Formen des Haarausfalls das Haarwachstum unterstützen kann. Für manche Patientinnen und Patienten kommen weitere medikamentöse Therapien infrage. Welche Behandlung geeignet ist und welche möglichen Nebenwirkungen berücksichtigt werden müssen, sollte ärztlich entschieden werden.
Kombination verschiedener Therapien
Haarausfall hat häufig mehrere Einflussfaktoren. Deshalb kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Je nach Diagnose kann ein Behandlungskonzept beispielsweise bestehen aus:
- PRP-Plasmabehandlung
- geeigneter medikamentöser Therapie
- Behandlung eines diagnostizierten Nährstoffmangels
- Therapie zugrunde liegender Erkrankungen
- individuell abgestimmter Kopfhautpflege
Entscheidend ist, nicht nur das sichtbare Symptom zu behandeln, sondern möglichst die Ursache zu berücksichtigen.
Was hilft wirklich gegen Haarausfall?
Im Internet werden zahlreiche Shampoos, Nahrungsergänzungsmittel und vermeintliche Wundermittel gegen Haarausfall angeboten. Ein Shampoo allein kann jedoch beispielsweise erblich bedingten Haarverlust nicht beseitigen. Statt wahllos verschiedene Produkte auszuprobieren, ist eine professionelle Diagnose sinnvoll. Erst wenn bekannt ist, welche Form des Haarausfalls vorliegt, kann eine geeignete Therapie ausgewählt werden.
Wann sollte man wegen Haarausfall zum Hautarzt?
Eine dermatologische Untersuchung empfiehlt sich insbesondere, wenn:
- der Haarverlust plötzlich beginnt
- ungewöhnlich viele Haare ausfallen
- kahle Stellen entstehen
- die Kopfhaut entzündet, gerötet oder schuppig ist
- der Haarausfall mehrere Monate anhält
- zusätzlich andere körperliche Beschwerden auftreten
- der Haarverlust zunehmend belastet
Je früher die Ursache festgestellt wird, desto früher kann eine gezielte Behandlung beginnen.
Was kann man selbst für gesunde Haare tun?
Auch wenn sich genetisch bedingter Haarausfall nicht durch den Lebensstil verhindern lässt, können einige Maßnahmen die allgemeine Haar- und Kopfhautgesundheit unterstützen.
Dazu gehören:
- ausgewogene Ernährung
- ausreichende Versorgung mit Eiweiß und wichtigen Nährstoffen
- sanfter Umgang mit Haar und Kopfhaut
- Vermeidung dauerhaft stark ziehender Frisuren
- möglichst wenig mechanische Belastung
- Behandlung bestehender Kopfhauterkrankungen
Bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt: Ein gezielter Ausgleich eines nachgewiesenen Mangels ist sinnvoller als eine wahllose Einnahme verschiedener Präparate.
Haarausfall behandeln bei JUVENIS in Wien
Bei JUVENIS in Wien wird Haarausfall individuell betrachtet. Zunächst gilt es, Art und mögliche Ursachen des Haarverlusts zu beurteilen. Je nach Befund können anschließend geeignete Therapieoptionen besprochen werden. Dazu gehört unter anderem die PRP-Plasmabehandlung zur Unterstützung des Haarwachstums. Ziel ist es, vorhandene Haarwurzeln möglichst frühzeitig zu unterstützen und ein Behandlungskonzept zu wählen, das zur individuellen Ursache des Haarausfalls passt.
Fazit: Haarausfall frühzeitig abklären und gezielt behandeln
Haarausfall kann zahlreiche Ursachen haben – von genetischer Veranlagung über hormonelle Veränderungen und Stress bis hin zu Erkrankungen oder Nährstoffmangel. Deshalb gibt es nicht die eine Therapie, die bei jedem Haarverlust funktioniert. Eine frühzeitige Diagnose ist der wichtigste Schritt. Je nach Ursache stehen heute verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – von medizinischen Therapien bis zur PRP-Plasmabehandlung. Wer bemerkt, dass die Haare über längere Zeit deutlich dünner werden oder ungewöhnlich stark ausfallen, sollte deshalb nicht zu lange warten und die Ursache dermatologisch abklären lassen.
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