Rote Quaddeln, plötzlich auftretender intensiver Juckreiz und Schwellungen, die scheinbar ohne Vorwarnung kommen und wieder verschwinden: Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, kann für Betroffene eine erhebliche Belastung darstellen.
Am 1. Oktober 2026 findet weltweit der Urtikaria-Tag (Urticaria Day/UDAY) statt. Ziel des Aktionstages ist es, das Bewusstsein für die Erkrankung zu stärken, über Symptome und Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären und die Situation von Menschen mit Urtikaria stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Das internationale Motto 2026 lautet „Take Back Control – From Itch to Understanding“ – sinngemäß: Die Kontrolle zurückgewinnen – vom Juckreiz zum Verständnis. Denn Urtikaria betrifft nicht nur die Haut. Unvorhersehbare Schübe, anhaltender Juckreiz und Schwellungen können Schlaf, Alltag und Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.
Bei JUVENIS in Wien werden Patientinnen und Patienten mit Urtikaria dermatologisch untersucht und individuell behandelt.
What is Urticaria?
Urtikaria ist eine Hauterkrankung, die sich typischerweise durch plötzlich auftretende Quaddeln und starken Juckreiz bemerkbar macht. Die Hautveränderungen erinnern häufig an den Kontakt mit Brennnesseln – daher stammt auch die Bezeichnung Nesselsucht.
Typical symptoms are:
- plötzlich auftretende Quaddeln
- intense itching
- Redness
- Burning or a feeling of tightness
- Swelling
- teilweise sogenannte Angioödeme
Charakteristisch ist, dass einzelne Quaddeln innerhalb relativ kurzer Zeit wieder verschwinden können, während an einer anderen Körperstelle neue entstehen.
Was sind Angioödeme?
Neben den klassischen Quaddeln können bei Urtikaria sogenannte Angioödeme auftreten. Dabei handelt es sich um Schwellungen in tieferen Hautschichten. Sie können beispielsweise an:
- Lips
- Augenlidern
- Face
- Händen oder Füßen
to occur.
Während Quaddeln meist stark jucken, können Angioödeme eher durch ein Spannungsgefühl oder Schmerzen auffallen.
Akute oder chronische Urtikaria – wo liegt der Unterschied?
Grundsätzlich wird zwischen akuter und chronischer Urtikaria unterschieden.
Akute Urtikaria
Bestehen die Beschwerden weniger als sechs Wochen, spricht man von einer akuten Urtikaria. Mögliche Auslöser können beispielsweise Infekte oder Medikamente sein. Häufig verschwinden die Beschwerden nach einiger Zeit wieder.
Chronische Urtikaria
Treten Quaddeln, Juckreiz oder Angioödeme über einen Zeitraum von mehr als sechs Wochen immer wieder auf, handelt es sich um eine chronische Urtikaria. Dabei wird wiederum zwischen unterschiedlichen Formen unterschieden. Bei der chronisch spontanen Urtikaria treten Beschwerden ohne eindeutig vorhersehbaren äußeren Auslöser auf. Daneben gibt es Formen, bei denen bestimmte Reize die Symptome provozieren können.
Was kann Urtikaria auslösen?
Die Suche nach dem Auslöser ist nicht immer einfach. Je nach Form können unter anderem folgende Faktoren eine Rolle spielen:
infections
- certain medications
- Kälte
- Wärme
- Druck oder Reibung
- UV radiation
- körperliche Belastung
- stress
Gerade bei chronischer spontaner Urtikaria lässt sich jedoch nicht immer ein einzelner konkreter Auslöser finden.
Ist Urtikaria eine Allergie?
Nicht jede Urtikaria ist automatisch eine klassische Allergie. Eine zentrale Rolle spielen sogenannte Mastzellen, die Bestandteil des Immunsystems sind. Werden sie aktiviert, setzen sie unter anderem Histamin frei. Histamin führt dazu, dass sich Blutgefäße erweitern und Flüssigkeit ins Gewebe gelangt. Dadurch entstehen die typischen Quaddeln, Schwellungen und der oft sehr starke Juckreiz. Bei der Abklärung ist es deshalb wichtig, nicht automatisch von einer Allergie auszugehen, sondern die individuelle Krankengeschichte genau zu betrachten.
Urtikaria ist nicht ansteckend
Ein wichtiges Missverständnis: Urtikaria ist nicht ansteckend. Die sichtbaren Hautveränderungen können teilweise sehr ausgeprägt sein, stellen jedoch keine Gefahr für andere Menschen dar. Gerade deshalb ist Aufklärung wichtig. Betroffene sollten aufgrund sichtbarer Quaddeln oder Schwellungen nicht stigmatisiert werden.
Warum kann chronische Urtikaria so belastend sein?
Wer Urtikaria nur als vorübergehenden Hautausschlag betrachtet, unterschätzt häufig die Auswirkungen der Erkrankung. Insbesondere chronische Urtikaria kann den Alltag erheblich beeinflussen.
Der intensive Juckreiz kann:
- den Schlaf beeinträchtigen
- die Konzentration erschweren
- Arbeit und Freizeit beeinflussen
- körperlich sehr belastend sein
Hinzu kommt die Unvorhersehbarkeit der Schübe. Betroffene wissen häufig nicht, wann oder an welcher Körperstelle die nächsten Quaddeln beziehungsweise Schwellungen auftreten. Genau darauf macht auch das Motto des Welt-Urtikaria-Tages 2026 aufmerksam: Die Erkrankung soll nicht nur anhand der sichtbaren Hautveränderungen beurteilt werden.
Urtikaria dokumentieren: Fotos können beim Arztbesuch helfen
Eine Besonderheit der Urtikaria ist, dass Hautveränderungen schnell auftreten und ebenso schnell wieder verschwinden können. Bis zum Arzttermin sind die Quaddeln deshalb möglicherweise bereits nicht mehr sichtbar.
Bei JUVENIS wird Patientinnen und Patienten daher empfohlen, auftretende Schübe zu dokumentieren.
Helpful measures include:
- Fotos der Hautveränderungen
- Zeitpunkt des Auftretens
- Dauer der Beschwerden
- mögliche Auslöser
- Begleitsymptome
- verwendete Medikamente
Diese Informationen können die dermatologische Abklärung erleichtern.
Wie wird Urtikaria behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach Form, Ausprägung und Dauer der Erkrankung. Am Anfang steht eine ausführliche dermatologische Anamnese und Untersuchung. Dabei wird versucht, mögliche Auslöser zu identifizieren und – soweit möglich – zu vermeiden. Bei der medikamentösen Behandlung spielen Antihistaminika eine wichtige Rolle. Sie reduzieren die Wirkung des Botenstoffes Histamin und können dadurch Quaddeln und Juckreiz lindern. Bei chronischer Urtikaria, die sich damit nicht ausreichend kontrollieren lässt, stehen heute weitere moderne Therapieoptionen zur Verfügung. Dazu können nach entsprechender ärztlicher Beurteilung auch Biologika gehören. Welche Therapie geeignet ist, muss individuell entschieden und an den Krankheitsverlauf angepasst werden.
Was können Betroffene selbst tun?
Neben einer geeigneten medizinischen Therapie kann es hilfreich sein, bekannte persönliche Auslöser möglichst zu vermeiden. Je nach individueller Situation können außerdem folgende Maßnahmen unterstützen:
- Haut möglichst wenig reizen
- bekannte Trigger vermeiden
- geeignete hautschonende Pflege verwenden
- Stress reduzieren
- Schübe dokumentieren
- verordnete Medikamente regelmäßig und entsprechend der ärztlichen Empfehlung anwenden
Wichtig ist, nicht auf eigene Faust immer mehr vermeintliche Auslöser aus Ernährung oder Alltag zu streichen. Eine gezielte medizinische Abklärung ist sinnvoller als unnötige Einschränkungen.
Wann sollte man Urtikaria ärztlich abklären lassen?
Eine dermatologische Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn:
- Quaddeln immer wieder auftreten
- die Beschwerden länger anhalten
- starker Juckreiz den Alltag oder Schlaf beeinträchtigt
- Angioödeme auftreten
- die Ursache unklar ist
- bisherige Behandlungen nicht ausreichend helfen
Bei plötzlich auftretenden Schwellungen im Mund- oder Rachenraum, Atemnot, Kreislaufproblemen oder anderen Zeichen einer schweren allergischen Reaktion ist dagegen sofort medizinische Notfallhilfe erforderlich.
Urtikaria-Behandlung bei JUVENIS in Wien
Bei JUVENIS in Wien beginnt die Behandlung einer Urtikaria mit einer ausführlichen dermatologischen Untersuchung und Anamnese. Dabei werden die Beschwerden, mögliche Auslöser und der bisherige Krankheitsverlauf berücksichtigt. Anschließend wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Neben der Suche nach möglichen Triggern stehen moderne medikamentöse Therapieoptionen zur Verfügung. Auch für Patientinnen und Patienten mit chronischer Urtikaria, deren Beschwerden sich mit einer Standardtherapie nicht ausreichend kontrollieren lassen, können weiterführende Therapien geprüft werden. Das Ziel ist nicht nur eine kurzfristige Linderung des Juckreizes, sondern eine möglichst gute und langfristige Kontrolle der Erkrankung.
Welt-Urtikaria-Tag 2026: Mehr Verständnis für eine oft unterschätzte Erkrankung
Der Welt-Urtikaria-Tag am 1. Oktober 2026 erinnert daran, dass hinter sichtbaren Quaddeln häufig eine Erkrankung steckt, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann. Das diesjährige Motto „Take Back Control – From Itch to Understanding“ rückt deshalb die Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt. Wer immer wieder unter unerklärlichen Quaddeln, starkem Juckreiz oder Schwellungen leidet, sollte die Beschwerden nicht einfach hinnehmen. Eine dermatologische Abklärung kann helfen, die Form der Urtikaria zu bestimmen und eine geeignete Behandlung zu finden.
Denn moderne Therapien können heute dazu beitragen, die Beschwerden bei vielen Betroffenen deutlich besser zu kontrollieren – und damit ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.
Weitere Informationen zu einer Behandlung von Urtikaria bei JUVENIS finden Sie auf unserer Website hier: Treatment of urticaria (hives) in Vienna
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